SANIERUNG EINER
DENKMALGESCHÜTZTEN VILLA
IN LEIPZIG PLAGWITZ
Denkmalgerechte und holzschutztechnische Sanierung einer Villa
Im Leipziger Szenestadtteil Plagwitz, in einer nach historischem gründerzeitlichem Ortsbild angelegten Gartenanlage, befindet sich eine heute in neuem Glanz erstrahlende denkmalgeschützte Villa. Das Ufergrundstück wird östlich von der kleinen Luppe gesäumt, einem Seitenarm der Weißen Elster. Die freistehende Villa wurde 1859 als Wohn- und Geschäftshaus errichtet und gehört zu einem gründerzeitlichen, zum Teil vorgründerzeitlichen, offen bebauten Straßenzug an der Erich-Zeigner-Allee. Das äußerliche Erscheinungsbild der Villa konnte, einschließlich der Einfriedung und des Villengartens, seit der Entstehungszeit in relativ unverfälschtem Zustand erhalten beziehungsweise nach Kriegsschäden wiederhergestellt werden. Im Jahr 1997 erfolgte die letzte alle Etagen umfassende, umfangreiche Modernisierung des Gebäudes und eine Neugestaltung der Außenanlagen.
Das Kleinod wurde erstmals 2012 durch uns, DENK ARCHITEKTEN INGENIEURE, projektiert und um eine sich in das Ensemble einschmiegende Garagenanlage, eine behutsam eingefügte großzügige Veranda-Glastür-Anlage sowie einen Wintergartenaufbau auf dem Turm ergänzt. Daneben wurde das heute noch unverkennbare Kleid der Fassade neu gefasst und zum Erstrahlen gebracht. Alle Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und führten dazu, die historisierende Putzfassade mit klassizistischer Wirkung für die Nachwelt zu erhalten.
2020 durften wir das lieb gewonnene Objekt für eine ernste, bestandserhaltende Maßnahme abermals betreuen. Hierbei musste das erst kurz vor der Jahrtausendwende sanierte und neu aufgerichtete Dachgeschoss von Grund auf einer Schadenssanierung unterzogen werden. Unter konzentrierter und maßnahmenabwägender Analyse wurden mittels Holzschutzgutachten eruierte Sanierungsschritte vollzogen. Zum Teil wurden komplette Bauteile wie beispielsweise Deckenbalken ausgetauscht oder statisch ertüchtigt und das Bestandsmauerwerk behandelt. Alle Maßnahmen, einschließlich einer neuen Dacheindeckung, haben wieder einmal dazu beigetragen, dass das Ensemble in seiner ehrwürdigen Erscheinung scheinbar unverändert im Stadtbild bestehen bleibt.



